Wertvolle Briefmarken als Wertanlage – Philatelie – Briefmarken kaufen, verkaufen – Wert

Die Zeiten als sich Klein Max mit dem Sammeln von Briefmarken beschäftigt, hat sind längst vorbei.

Opas Briefmarkensammlung, so hat sich herausgestellt, war auch nicht das wert, was man sich erhofft hatte und die Chance das man auf ein Exemplar wie die blaue Mauritius stößt, sind eher gering. Hier stellt sich die Frage, ob es sich wirklich lohnen kann, in Briefmarken zu investieren.

Die Voraussetzungen

Kaum ein Anlagemarkt ist derartigen Schwankungen unterworfen, wie jener auf dem Briefmarken gehandelt werden, um damit Gewinn zu erzielen. Einer der Hauptgründe mag darin liegen, dass in den letzten 50 Jahren mehr Marken gedruckt wurden als je zuvor.

Mit diesem Hyper-Druck aber fällt der eigentliche Wert. Ausnahmen bestätigen die Regel und treten nur dort zutage wo es zum Beispiel zu Fehldrucken oder Materialfehlern kommt.

Die wesentlichen Voraussetzungen um mit Briefmarken Gewinn zu machen, ist darin zu sehen, dass man über eine gewisses Quäntchen Erfahrung, Geduld und eine gehörige Portion Glück verfügen muss. Wobei der Faktor Glück zu den wesentlichsten Faktoren zählt.

Wertvolle Briefmarken im Überblick

  • Die ersten zwei Marken von Mauritius – über 1 Million Euro
  • Baden 9 Kreuzer
  • Inverted Jenny – 750.000 Euro
  • Inverted Dendermonde – 75.000 Euro
  • Hawaiian Missionaries – 39.000 Euro
  • Red Mercury – 37.000 Euro
  • Inverted Swan – 35.000 Euro
  • The Penny Black – 3.000 Euro

Dies und die Tatsche das die Jugend von heute eher vor dem Computer oder auf mit dem Smartphone zugange ist, anstatt sich über Briefmarken zu beugen. Gleichzeitig sterben namhafte Sammler aus. Dieser veräußern noch zu Lebzeiten ihre Sammlungen oder Kollektionen um in die Sammlungen jener einzugehen, die etwas davon verstehen.

Tatsache ist, dass, wenn man tatsächlich daraus aus ist, Gewinn aus Briefmarken zu zielen vor allem eines besitzen muss. Wissen! Um als Hobbysammler in die Briefmarkensammler Annalen einzugehen bedarf es dann schon etwas mehr als Glück.

Die Regel gibt es nicht

Auch wenn die Anzahl derjenigen verschwindend gering ist, die mit einer Briefmarkensammlung einen nennenswerten Gewinnzuwachs verzeichnen konnten. Ausnahmen gibt es nach wie vor.

Allerdings werden diese in den seltensten Fällen mit Sammlungen und Kollektionen erzielt, sondern mit einzelnen besonders wertvollen Marken. Besonderen Wertzuwachs haben dabei jene Marken erfahren, die aus den beiden Weltkriegen stammen, einen anderen historischen Höhepunkt aufweisen oder derart selten sind, dass sich die ziemlich kleine und finanzkräftigen Sammler regelrecht darauf stürzen.

Stockfoto-ID: 304032259 Copyright: meisterphotos, Bigstockphoto.com

Briefmakren sammeln als Hobby
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Als Beispiel seien hier jene Marken genannt, welche aus der Zeit der Hyperinflation stammen. Niemand achtete damals auf den Wert einer Briefmarke, sondern darauf das eigene Leben zu erhalten.

Weshalb der monetäre Wert der Marken aus dieser Periode schon mal eine sechsstellige Summe erreichen kann. Zur gleichen Zeit kommt es zu Promotionen besonders findiger Sammler. Diese verstehen es den Hype, sprich das Interesse an Marken zu steigern, indem sie Versteigerungen ins Leben rufen, um den Preis in die Höhe zu treiben.

Grundlegend kann jedoch behauptet werden, dass es keine allgemeingültige Regel gibt, um vorauszusagen, ob der Wert einer Marke signifikant steigen wird oder nicht. Womit sich auch in diesem Bereich die alte Regel als wahr erwiesen hat, das je seltener ein Stück ist, umso kostspieliger es ist.

Katalog oder Experte

In regelmäßigen Abständen werden ganze Kataloge gedruckt, in welchen man nachlesen kann, welchen Wert eine Briefmarke hat. Fakt jedoch ist, dass diese keinesfalls dazu hergenommen werden können, um den tatsächlichen Wert zu bestimmen.

Diese dargestellten Werte stellen lediglich eine Richtlinie dar. Wer denkt, dass er eventuell ein wertvolles Stück ausgemacht hat, sollte sich in jedem Fall den Rat eines Experten einholen.

Wie es sie zum Beispiel in renommierten Auktionshäuser wie Southeby’s oder dem Dorotheum in Wien gibt. Der Vorteil dabei ist, dass diese unabhängig von etwaigen persönlichem Interesse den Wert einer Marke oder einer Sammlung beurteilen und diese eventuell im Rahmen einer Auktion zur Versteigerung bringen können.

Trend und Wertsteigerung

Wer denkt, dass sich der recht konservative Anschein der Briefmarkensammlerwelt mit Dingen wie Trends nicht abzugeben braucht, der irrt. Diese sind, bis zu einem gewissen Grad auch in diesem Bereich aktiv.

Als Beispiel gilt, dass Briefmarken mit monarchischen Motiven aus dm englischen Raum im vergangenen Jahrhundert kaum auf Interesse gestoßen sind. Welches sich nunmehr wieder umgekehrt verhält. Wobei die Wertzuwächse, je nach Ausführung und abhängig davon in welchem Zustand sich einzelne Objekte befinden, mitunter erstaunlich sein können. Jedoch hat es sich auch im Bereich der Briefmarken gezeigt das ein Trend, so schnell wie er geboren wurde, genauso schnell wieder verschwunden sein kann.

Fazit

Die Chance auf ein wirklich wertvolles Briefmarkenexemplar, eine Sammlung oder eine Kollektion zu stoßen sind eher gering. Sammlungen, die oftmals über viele Jahre im Besitz weniger verblieben sind, werden vor allem an jene veräußert die selbst Sammler sind.

Der Wertzuwachs gestaltet sich dementsprechend. Oft werden diese Sammlungen erst dann zur Versteigerung gebracht, wenn eine Sammlung zu Lebzeiten nicht veräußert werden konnte. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel.

Briefmarken als eine geeignete Investition anzusehen, wird sich, (so man nicht wirklich über Fachwissen, Glück und Geduld verfügt) bestenfalls als optimistische Haltung angesehen werden. Im spekulativen Bereich sieht es allerdings ein wenig anders aus. Vorausgesetzt das man sich in der glücklichen Lage befindet ein Exemplar zu besitzen, das relativ rar ist und es versteht die Promotion-Trommel zu rühren, darf darauf vertrauen einen gewissen Profit daraus ziehen zu können.

Quellen:

1. https://www.auxmoney.com/de/geldanlage-heute/machen-briefmarken-als-wertanlage-sinn.html

2. https://diepresse.com/home/schaufenster/design/4198217/Wertvolle-Liebhaberei_Briefmarken-als-Geldanlage-

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