Wintersportwoche – Begleitlehrer Ausbildung in Österreich

War es schon immer Ihr Wunsch, Ihre Schulklasse während der Wintersportwoche zu begleiten? Haben Sie Interesse, die Ski-Begleitlehrer-Ausbildung in Österreich zu absolvieren?

Der folgende Ratgeber will Sie über den Ablauf der Ausbildung und die persönlichen Voraussetzungen, die Sie dafür mitbringen sollten, informieren. Außerdem werden Ihnen einige zusätzliche Tipps verraten, damit die Ski-Woche zu einem vollen Erfolg für Sie als Lehrperson und Ihre Klasse wird.

Die Begleitlehrer-Ausbildung

Die Ausbildung zum Ski-Begleitlehrer findet mehrmals jährlich an unterschiedlichen Standorten statt. Durchgeführt wird sie von den Pädagogischen Hochschulen, der BSPA (Bundessportakademie) und der USI (Universitätssportinstitut).

Die Ausbildung wird in praktische und theoretische Einheiten aufgeteilt. Die Praxiszeiten umfassen 36 Einheiten und bestehen aus methodischen Übungsreihen, Schulungen zur Gruppenführung und einer speziellen Schwerpunktsetzung für den Jugendunterricht.

Im theoretischen Teil der Ausbildung werden hingegen Kenntnisse im Bereich Gefahren- und Lawinenkunde, Kursplanung und Kursgestaltung, sowie Ausrüstungs- und Materialkunde vermittelt.

Außerdem werden Sicherheitstrainings absolviert, in denen gelernt wird, welche Verhaltensweisen auf und neben der Piste einzuhalten sind. Zusätzlich werden didaktische Kenntnisse speziell für Lehrkräfte vermittelt. Zudem wird auch der Zusammenhang zwischen Schul- und Rennfahren vermittelt und es wird versucht die praktischen Ski-Kenntnisse der Teilnehmer zu erweitern.

Am Ende des Lehrgangs ist eine Demonstrationsfahrt zu absolvieren, bei der folgende Abläufe prüfungsrelevant sind und sicher beherrscht werden sollten:

  • Das Kurven: Darunter wird das Gleiten in Pflugstellung verstanden inklusive der Möglichkeit zur Richtungsänderung in der Falllinie. Üblicherweise sind es eher flache, gleichmäßige Hänge, die diese Fertigkeit erfordern.
  • Das kurze Carven: Damit werden kurze, aneinander gereihte Kurven mit kleinen Radien bezeichnet. Eingesetzt wird diese Technik auf steilen Hängen.
  • Das lange Carven: Hierbei werden lange Kurven entlang der Skitaillierung gefahren. Am besten ist das lange Carven auf breiten, präparierten Pisten einzusetzen.
  • Das parallele Skisteuern: Damit wird der selbstständige Wechsel des Rhythmus umschrieben.
  • Die sichere Skitechnik: Diese sollte auf allen Schwierigkeitsgraden gleichermaßen vorhanden sein. Sowohl auf roten und blauen als auch auf schwarzen Pisten.

Nun, da Sie wissen, welche Inhalte während der Ausbildung vermittelt werden, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob Sie die erforderlichen Voraussetzungen für die Ausübung dieser Tätigkeit mitbringen.

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Tipp: Rechtzeitig zur Ausbildung informieren und vorbereiten!
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Persönliche Voraussetzungen

Aufgrund der Kürze der Ausbildungsdauer ist es unerlässlich, dass die Auszubildenden den jeweiligen Einstiegskriterien entsprechen. Um diese zu erreichen und die eigenen Fertigkeiten bezüglich des Skifahrens zu steigern, empfiehlt es sich, an den Vorbereitungstagen der verschiedenen (oben bereits genannten) Institutionen teilzunehmen.

Die Einstiegsanforderungen für Begleitlehrer und Begleitlehrerinnen sind neben einem Grundmaß an Sportlichkeit und Motivation, das sichere und parallele Steuern der Ski auf einem mittelsteilen Hang unter Zuhilfenahme der Skistöcke. Ebenso muss der Teilnehmer imstande sein Kurven zu fahren.

Sollten Sie sowohl die persönlichen Voraussetzungen für einen Ski-Begleit-Lehrer mitbringen und die Ausbildung bereits positiv absolviert haben, so befinden Sie sich nun wahrscheinlich in der Planungsphase für die Wintersportwoche mit Ihrer Klasse. Im folgenden Absatz sollen Ihnen nun einige Tipps sowie diverse Vorschläge zur Freizeitgestaltung neben dem Skifahren gegeben werden.

Ermäßigungen: Wussten Sie, dass Sie als Ski-Begleitlehrer die Möglichkeit haben, kostenfrei alle Seilbahnen und Lifte in Österreich während der Dauer der Wintersportwoche benutzen zu dürfen?

Fragen Sie nach dem entsprechenden Formular direkt bei den Seilbahnen. Auch für Schüler aus einkommensschwachen Familien gibt es die Möglichkeit einer staatlichen Unterstützung, um mit dabei sein zu können.

  • Transfer: Kümmern Sie sich früh genug um einen Transfer für Sie und die Klasse ins Skigebiet. Viele Schulen bevorzugen die Anreise per Bus, deshalb lohnt es sich früh genug reservieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise per Bahn mit den Schülern. In jedem Fall erhalten Sie einen Gruppenrabatt.
  • Versicherung: Es ist von Vorteil eine Bergkostenversicherung für die Klasse anzulegen. Fragen Sie im Rektorat Ihrer Schule nach, ob solch eine Versicherung bereits abgeschlossen wurde. Ansonsten sind alle Schüler regulär über die AUVA unfallversichert. Diese deckt jedoch nicht immer die Kosten für eine Hubschrauberbergung, weswegen eine Zusatzversicherung ratsam ist.
  • Urkunden: Sowohl Lehrer als auch Schüler haben Freude daran am Ende der Wintersportwoche eine Urkunde zu erhalten. Eine gute Gelegenheit, um einerseits die Fahrkenntnisse der klasse noch einmal zu vertiefen und andererseits die Auszeichnungen zu verteilen ist es, ein Skirennen der gesamten Klasse zu organisieren.
  • Abendgestaltung: Obwohl jeder nach dem langen Skitag äußerst müde sein dürfte, stärken gemeinsame Aktivitäten am Abend das Zusammengehörigkeitsgefühl der Klasse. Gemeinsames Essen, das Spielen von Brettspielen und das lustige Beisammensein dürfen auf keiner Wintersportwoche fehlen.
  • Abseits der Piste: Die Wintersportwoche kann neben dem Skifahren auch für andere sportliche Aktivitäten genutzt werden. Die meisten Skigebiete verfügen über lange Rodelstrecken, die meistens auch nachts befahren werden dürfen. Eine andere Idee ist es, eine Schneewanderung zu unternehmen.
  • Spiele: Es gibt viele Spiele, die einerseits großen Spaß machen und andererseits den Körper aufwärmen und auf die bevorstehende Belastung durch das Skifahren vorbereiten. Besonders beliebt bei den Schülern sind Rennspiele, wie zum Beispiel das Schlittenhund-Spiel. Dieses kann auf einer geraden, vorher festgelegten, Fläche vor der Skihütte gespielt werden. Die Schüler werden in zwei Teams eingeteilt, die einander gegenüberstehen. Jede Gruppe bekommt eine Rodel. Die Aufgabe ist nun, dass jeder Spieler einen Mitspieler seines Teams auf die andere Seite de Spielfeldes ziehen muss. Die Gruppe, die als erstes alle Mitspieler auf die andere Seite des Feldes befördert hat, gewinnt.

Eine weitere Möglichkeit ist das Ski-Schuh-Fußball. Dieses Spiel funktioniert wie gewöhnliches Fußball. Es wird lediglich auf einem kleineren Feld und mit Skischuhen praktiziert. Besonders beliebt ist diese Betätigung bei den männlichen Teilnehmern.

Sollten Sie diese Tipps beherzigen, so steht einer gelungenen Wintersportwoche mit Ihrer Klasse nichts mehr im Weg und Sie und Ihre Schüler werden die aktive Zeit miteinander sehr genießen und lange davon zehren!

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