Wird die Zeitumstellung abgeschafft? – Aktueller Stand

Zeitumstellung abschaffen – was passiert jetzt?

Vor kurzem hat die EU Kommission in Europa zu einer Umfrage zum Thema Zeitumstellung aufgerufen. Die Bürgerinnen und Bürger der EU konnten darüber abstimmen, ob die Zeitumstellung zwischen Sommerzeit und Winterzeit beibehalten wird, oder ob sie abgeschafft werden soll.

Insgesamt stimmten 4,6 Millionen Menschen ab. Das ist zwar ein hoher Wert, jedoch weniger als 1% der Menschen, die insgesamt in der EU leben. EU Präsident Juncker kommentierte das Ergebnis der Umfrage mit den Worten „Die Menschen wollen das, wir machen das“ und kündigte damit an, die Zeitumstellung verändern zu wollen.

Wird die Zeitumstellung abgeschafft?

In den ersten Aussagen in der Presse war es vermutlich das Ziel, dass nun überall die Sommerzeit eingeführt wird. Ob dies jedoch wirklich für alle Länder in Europa praktisch ist und Vorteile bringt ist derzeit fragwürdig.

Längst sind national heftige Debatten darüber ausgebrochen, wie mit der Zeitumstellung verfahren wird und welche Optionen es gibt. Wie es aktuell mit der Thematik weitergeht, ist derzeit vollkommen offen.

Wichtige Fakten zur Zeitumstellung

  • 4,6 Millionen Menschen haben abgestimmt
  • Weniger als 1% der Menschen in der EU haben abgestimmt
  • In Deutschland und Österreich haben mehr Menschen abgestimmt, als es in anderen Ländern
  • Thematik nicht vollständig geklärt
  • Länder können wohl individuell entscheiden

Nach aktuellem Stand sieht es danach aus, als das jedes Land in der EU selbst entscheiden darf, wie es vorgehen möchte. Es wäre denkbar, dass die Länder z.B. die Winterzeit, oder aber auch die Sommerzeit als Standard definieren möchten.

In der Praxis könnte es dazu kommen, dass weitere Zeitzonen innerhalb der EU entstehen. Bereits heute ist es der Fall, dass drei verschiedene Zeitzonen in der EU existieren.

Während die Mitteleuropäische Zeit z.B. in Deutschland, Österreich sowie den Niederlanden und anderen Ländern besteht, gibt es z.B. mit Bulgarien oder Rumänien Länder, die dieser Zeit um eine Stunde voraus sind, denn hier gilt die Osteuropäische Zeit, kurz OEZ. Portugal sowie Großbritannien und Irland hingegen liegen eine Stunde zurück, denn hier gilt die westeuropäische Zeit, kurz WEZ.

Wie ist die Lage zur Zeitumstellung in Österreich?

In Österreich sind rund 77% der Menschen, die an der Umfrage teilgenommen haben für eine Abschaffung der Zeitumstellung in der jetzigen Form. Die Beteiligung an der Umfrage ist gerade im benachbarten Deutschland sowie als auch in Österreich besonders hoch gewesen.

Sollten die Länder individuell entscheiden, welche Zeitzone eingeführt wird, so ist davon auszugehen, dass Österreich sich für die Einführung der Sommerzeit als dauerhafte Zeitzone entscheiden wird.

Woher kommt die Zeitumstellung mit Sommerzeit und Winterzeit?

Die Umstellung der Uhrzeit zwischen Sommerzeit und Winterzeit wurde im Jahr 1973 im Zuge der Ölkrise eingeführt. Ziel war es, dass mit der Umstellung Energie gespart werden solle.

Das bedeutet konkret, dass durch eine Verschiebung der Uhrzeiten dafür gesorgt werden sollte, dass es eine Stunde mehr Tageslicht geben sollte, so dass dadurch weniger Energie verbraucht wird. Harmonisiert wurde das System im Jahr 1998, als es unter den Mitgliedsstaaten der EU eine Harmonisierung gegeben hatte. Der Zeitpunkt, zu welchem die Uhr jeweils umgestellt wird, ist nun einheitlich geregelt.

Quellen:

Kommentare

  1. Also ehrlich, ist die Zeitumstellung wirklich so ein Problem? Wenn ich das Wort Mini-Jetleg höre frage ich mich, warum wir keine Negativ-Meldungen von Urlaubern hören, die ja auch immer mehr werden z.B. per Flugzeug und ordentliche Jetlegs erfahren. Und da ist dann das Zeitumstellen kein Problem? Vollgende Szenarien bei einer Zeitumstellung: Permanente Winterzeit: Im Sommer ist es bereits um 3:30 hell. Also ehrlich, brauchen wir das zum Schlafen? Permanente Sommerzeit: Im Winter wird es erst um 9:00 hell. Wollen wir das? Ich bin für die Beibehaltung der sinnvollen Umstellung. Wobei ich da auch noch einen Verbesserungsvorschlag habe: Ende Oktober bis Ende Februar! anstatt März Winterzeit und Ende Februar! anstatt März bis Ende Oktober Sommerzeit.

  2. Kurt Deisenberger says:

    Die Normalzeit-Winterzeit soll bleiben weil:
    der Morgentliche Verkehrsstau wird durch idividuelle, örtliche und betriebliche Lösungen deutlich reduziert.
    Für Schüler aber auch Erwachsene ist es besser wenn bei Tageslicht der Tag beginnt, was für Spätaufsteher, Schichtarbeiter und Nebenserwerbtätige eher nicht zutrifft.
    Der großen Gruppe Senioren und auch Anderen ist es ja unbenommen früher aufzustehen was auch erheblich zur Verkehrsentlastung beiträgt.
    Von den zusätzlichen Kosten wegen der Zeitumstellung könnte man viele soziale Projekte fördern.

  3. Astrid Kürsten says:

    Bleiben wir doch bei der Zeitumstellung, d. h. im Winter früher hell, zu Weihnachten kann es ruhig um 16 Uhr finster werden, da kann man die Weihnachtsbeleuchtung genießen und man kann eigentlich nicht mit dem längeren Licht im Winter etwas anfangen. Im Sommer kann man sehr wohl etwas mit der Sommerzeit und den langen hellen Stunden etwas anfangen. Vor allem Berufstätige, die wie ich stundenlang in fensterlosen Räumen brauchen die Sonne an den langen Abendenden. Bei der Abstimmung haben 99 Prozent der EU Bürger nicht teilgenommen!!
    Es gibt also keinen Grund im Winter die Sommerzeit zu haben und im Sommer die Winterzeit!!

  4. die Normalzeit soll bleiben mit der Sommerzeit wird es im sommer erst um 22 Uhr finster und es kühlt auch nicht ab, mit Normalzeit würde es früher finster und ein bisschen kühler im Hochsommer kann ich vor 23 Uhr nicht einschlafen weil es so lange hell ist und so heiss ist und in der früh muss ich um halb 5 aufsteheln.auch für Kinder ist die Normalzeit die bessere weil sie dann früher müde werden . wir als Kinder kannten nur die Normalzeit und die hat uns auch nicht geschadet.

Deine Meinung ist uns wichtig

*