Zusammenfassende Meldung – ZM, Reverse Charge, Vorsteuer, Buchhaltung, Umsatzsteuer Erklärung

Es gibt vor allem in dem Bereich mit den Steuern und auch mit den Finanzen einige Dinge und auch einige Begriffe, welche nicht allen Menschen klar sind und, welche aus diesem Grund zwar namentlich bekannt sind, auf der anderen Seite aber auch für viel Unverständnis sorgen.

Denn, viele Menschen kennen zwar den Begriff der zusammenfassenden Meldung, doch nicht viele Menschen wissen, was es genau mit diesem Begriff auf sich hat.

Aus diesem Grund wird dieser Begriff der zusammenfassenden Meldung in diesem Artikel ganz genau behandelt und es wird auf die unterschiedlichen wichtigen und fundamentalen Bereiche der zusammenfassenden Meldung eingegangen.

Die Abkürzung – ZM

Zunächst einmal muss man wissen, dass die zusammenfassende Meldung auch bei den Behörden, welche sich um diese kümmern und mit dieser in Kontakt kommen, über die Abkürzung ZM bezeichnet wird.

Das liegt unter anderem an der Tatsache, dass der Begriff der zusammenfassenden Meldung ein sehr langer Begriff ist und, dass es einfacher und schneller geht diesem als ZM zu bezeichnen. In diesem Artikel wird der Begriff der zusammenfassenden Meldung als ZM bezeichnet.

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Was genau versteht man unter der zusammenfassenden Meldung

Nun ist es wichtig und interessant zu wissen, was man genau unter dem Begriff der zusammenfassenden Meldung zu verstehen hat.

Kurz und knapp gesagt handelt es sich bei dieser um einen regelmäßigen Bericht, welchen man immer an das Finanzamt abgeben muss, welches für einen zuständig ist. Diese ZM beinhaltet dabei sämtliche Informationen und auch Auskünfte darüber, wie viel das betroffene Unternehmen umsetzt.

Das heißt, dass das Unternehmen in dieser ZM Auskünfte über die innergemeinschaftlichen Umsätze gibt. Das ist nun schön und gut, doch die wenigsten, welche sich mit diesem Thema nicht auskennen und sich auch noch nicht mit diesem befasst haben, wissen nicht, worum es sich bei diesen innergemeinschaftlichen Umsätzen handelt.

Was muss man sich unter den innergemeinschaftlichen Umsätzen vorstellen?

bei diesen innergemeinschaftlichen Umsätzen handelt es sich um jene Umsätze, welche das Unternehmen durch grenzüberschreitende Geschäftsvorgänge erzielt hat. Die Rede ist in diesem Fall aber ausschließlich von Geschäftsvorgängen, welche in das EU-Ausland hervorgehen.

Wie man also festhalten kann, handelt es sich bei dieser Art der Geschäfte um Geschäfte außerhalb Östeerreichs oder Deutschlands (je nach Firmen-Standort), auf derselben Seite aber innerhalb der EU.

Denn diese Umsätze sind anders zu werten und anders aufzufassen, als dies bei den Umsätzen der Fall ist, welche die Unternehmer in Deutschland erzielen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Unternehmen diese Umsätze aus dem EU Ausland in der ZM an das Finanzamt übermitteln und das immer in regelmäßigen Abständen tun.

Was ist der Grund dafür, dass die Unternehmen diese ZM an das Finanzamt übermitteln müssen und nicht einfach in die Steuererklärung mit einbeziehen können?

Dass es diese ZM gibt und die Unternehmen dazu verpflichtet sind diese an das Finanzamt zu übermitteln, hat einen ganz bestimmten und auch wichtigen Grund.

Bei diesem handelt es sich um den folgenden: Wenn ein Unternehmen seine Waren oder seine Leistungen nicht nur in Deutschland/Österreich, sondern auch in dem Eu Ausland verkauft, dann gestaltet sich die Situation so, dass diese Waren und auch die Leistungen nicht mehr der deutschen/östereichischen Besteuerung unterliegen.

Das ist auch der Grund dafür, dass die Unternehmen diese Umsätze, welche diese in dem EU Ausland erzielt haben, nicht einfach mit in die Steuererklärung packen können. In einem solchen Fall, wenn das Unternehmen die Waren in das EU Ausland verkauft, kommt es dann zu einem sogenannten Reverse-Charge-Verfahren.

Was ist unter dem Reverse-Charge-Verfahren zu verstehen?

Da es sich bei einem Geschäft mit einem Kunden in dem EU Ausland um eine andere Art der Besteuerung handelt, welche in einigen Fällen deutlich höher als sonst ausfallen kann, ist es für die Unternehmen von Vorteil, wenn in diesen Fällen dieses genannte Verfahren seine Anwendung findet.

Um zu verstehen zu können, worum es sich bei diesem handelt und was dieses genau beinhaltet, muss man wissen, dass in der Regel, wenn Geschäfte innerhalb Deutschlands durchgeführt werden, das Unternehmen steuerpflichtig ist. In diesem Fall, wenn das Unternehmen aus Deutschland seine Kunden in dem EU Ausland hat kommt nicht das Unternehmen alleine für die Steuern auf.

Denn in diesem Fall müssen sich das Unternehmen und der Kunde diese Steuern teilen. Wäre das nicht der Fall, dann würde das Unternehmen unter Umständen weniger von den Geschäften in das EU Ausland profitieren, sondern auf diese drauf zahlen, das möchte kein Unternehmen, weshalb dieses Verfahren in den meisten Fällen seine Anwendung findet.

In vielen Fällen wird die Umsatzsteuer auch vollkommen auf den Kunden übertragen, welcher sich in dem EU Ausland befindet.

Dabei ist dieses Reverse-Charge-Verfahren eine strenge und genaue Regelung des UStG. Diese Regelung besagt, dass nicht der Leistungsersteller, sondern dass der Leistungsempfänger für die anfallende Umsatzsteuer aufkommen muss.

Welche Fälle müssen über die ZM an das Finanzamt gemeldet werden?

Es gibt genau drei Geschäftsfälle, welche eine Übermittlung der zusammenfassenden Meldung an das Finanzamt erfordern.

Bei diesen drei Fällen handelt es sich um die steuerfreien innergemeinschaftlichen Warenlieferungen, um die sonstigen Leistungen, welche in dem EU Ausland, in welchem sich der Kunde des Unternehmens befindet, steuerpflichtig sind und für welche der Kunde dementsprechend auch für eine bestimmte Steuer in einer bestimmten Höhe aufkommen muss. Ein weiterer Geschäftsfall, in welchem die Unternehmen diese ZM an das Finanzamt übertragen müssen, besteht für Lieferungen, welche in dem Rahmen von innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften durchgeführt werden.

In diesen genannten Fällen findet dieses besagte Vefahren seine Anwendung. Mit diesem Reverse-Charge-Verfahren stellt der Unternehmen aus Deutschland seinem Kunden, welcher sich in dem EU Ausland befindet, eine eine umsatzsteuerfreie Rechnung aus.

Dabei ist es jedoch auch wichtig zu wissen, dass es sich bei den Kunden in der Regel auch um Unternehmer handelt. Nachdem der Unternehmer diese steuerfreie Rechnung ausgestellt hat, überlässt es dieser dem Empfänger seiner ebrachten Leistung, die nicht erhobene Umsatzsteuern auf eigene Faust an das Finanzamt zu zahlen. Es ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass das Finanzamt diese Vorgänge prüfen kann. Und damit genau dies möglich ist, ist es wichtig, dass der Lieferant, also das Unternehmen aus Deutschland diese zusammenfassende Meldung anfertigt.

Die Mitgliedstaaten sorgen dann dafür, dass die Informationen, welche diese aus den ZM erhalten, in eine Datenbank eintragen. Diese kann dann immer von der jeweiligen Behörde des Bestimmungslandes abgerufen und genutzt werden.

Die ZM ist zudem dafür wichtig, dass die Finanzbehörden wissen, wie viel Umsatz des Unternehmens in Deutschland und wie viel Umsatz in dem EU Ausland erzielt wurde. Außerdem machen die Finanzbehörden anhand dieser Zahlen aus, was für eine Höhe der Umsatzsteuer diese von den einzelnen Unternehmen einziehen müssen.

Wer muss eine ZM abgeben?

Eine weitere Frage, welche sich in dem Zusammenhang mit der ZM stellt ist die danach, wer diese ZM erstellen und an das Finanzamt übermitteln muss. Die Antwort auf diese Frage ist um Grunde genommen sehr einfach und nicht weiter schwer.

Denn abgegeben werden muss diese ZM von Unternehmen oder auch von Organgesellschaften, welche in einem anderen Land, welches sich aber in dem EU Ausland befindet, Geschäfte machen. Anders sieht das jedoch aus, wenn das Unternehmen seinen Sitz in einem EU Ausland und nicht in Deutschland hat.

Denn, wenn das Unternehmen seine Geschäfte in seinem eigenen ansässigen EU Ausland macht, dann muss dieses keine solche zusammenfassende Meldung erstellen und an das Finanzamt übertragen.

Diese Regelung besagt deshalb auch, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch Freiberufler zur Abgabe einer Zusammenfassenden Meldung verpflichtet sind, wenn diese Umsätze innerhalb des EU Auslandes erzielen.

Gelten Fristen für die ZM und, wenn ja, um welche Fristen handelt es sich bei diesen?

Die Unternehmen oder auch die Freiberufler können diese ZM entweder monatlich oder auch vierteljährlich abgeben. In welchen Abständen die Unternehmen diese ZM machen und an das Finanzamt geben, hängt dabei immer auch von der Höhe des Umsatzes ab, welchen diese generieren.

Liegt die Summe der Umsätze des Unternehmens über 50.000 Euro, dann muss man diese monatlich an das Finanzamt machen. Liegt die Höhe der Umsätze jedoch unter der Summe von 50.000 Euro, dann reicht eine vierteljährliche Mitteilung an das Finanzamt.

Was die genaue Frist angeht, müssen sich die Betroffenen immer nach dem sogenannten Meldezeitraum richten. In der Regel endet die Frist immer zu dem Ende des Kalendermonats oder auch des Kalendervierteljahrs.

Wie erstellt man eine zusammenfassende Meldung?

Wie es auch für die Steuererklärung der Fall ist, wird eine solche ZM über das Online Portal ELSTER erstellt. Somit kann man diese ZM ganz einfach und unkomplziert online erstellen und direkt an das Finanzamt übermitteln.

In das entsprechende Formular, welches man direkt über die Seite findet, trägt man einfach all die Umsätze ein, welche man aus den Geschäften mit Kunden in dem Eu Ausland generiert hat und, welche nach dem sogenannten Reverse-Charge-Verfahren besteuert werden ein.
Insgeamt vier Komponenten sind in der zu erstellenden und abzugebenden ZM enthalten:

  • Die Umsatzsteuer Identifikationsnummer des Unternehmens, welches man besitzt
  • Die Umsatzsteuer Identifikationsnummer des Unternehmens, mit welchem man Geschäfte gemacht hat
  • Die Angaben bezüglich des Jahres und des Meldezeitraumes der ZM
  • Eine Auflistung der Umsätze, welche aus den innergemeinschaftlichen Lieferungen und den Dreiecksgeschäften oder auch sonstigen Leistungen erwirtschaftet wurden

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